Chronik des Vereins (1930 - 1980)
Im Jahre 1930 trafen sich 7 Naturfreunde, um den Aquarien- und Terrarienverein "Stuttgarter Zierfischfreunde 1930" aus der Taufe zu heben.
Ausgestattet mit viel Liebe zu ihrem Hobby und dem Ehrgeiz, möglichst viele Gleichgesinnte anzusprechen, schafften sie es schon in ein paar Jahren,
dieses Ziel zu erreichen.
Ihr 1. Vorsitzender wurde der Photograph Karl Oberländer, der es verstand, den Verein zu seiner ersten großen Blüte zu führen. Durch seine Sachkenntnis und durch seine Lichtbilder begeisterte er seine Vereinsfreunde und sorgte so für regen Besuch der Vereinsabende. Schon bald wollte man aus der Enge der Gaststätte, in der man sich traf, heraus - heraus in die Natur. So wurde von der Stadt Stuttgart ein Grundstück gepachtet und mit dem Bau einer kleinen Hütte begonnen. Die Vereinsfreunde von damals schufen mit der Zeit aus der ehemaligen "Wüste" ein kleines Paradies. Hinter der Fettschmelze entstand eine Naturoase, die sich sehen lassen konnte. Langsam wuchsen Bäume und Büsche heran, und die Tierwelt zog ein. Auf seinen sonntäglichen Spaziergängen zog es sogar den Stuttgarter Fabrikanten Robert Bosch oft hier her. Ihm verdankt der Verein eine Spende, mit deren Hilfe der weitere Ausbau vorangehen konnte.
Obwohl die Zeiten politisch und wirtschaftlich nicht zum Besten standen, ließen es sich die Zierfischfreunde nicht nehmen, mit dem Bau eines Vereinsheimes zu beginnen.
Wir schreiben das Jahr 1937, der Grundstein für ein Haus wird gelegt, und mit viel Arbeit verbunden steht schon bald ein schmuckes Heim. Mit einer großen Aquarien- und Terrarienschau wird das neue Haus 1938 eröffnet. Zum ersten Mal zeigen wir auch Zierfische in beheizten Becken.
Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges ziehen auch dunkle Wolken für die Zierfischfreunde auf. Trotz schwieriger Zeiten wird die Anlage aufrecht erhalten.
Überraschend stirbt im Oktober 1940 der "Motor des Vereins", der 1. Vorsitzende Karl Oberländer. Bis auf wenige Monate, in denen Freund Löchner als Vorstand tätig war, hat Karl Oberländer unermüdlich für unseren Verein gearbeitet. Er hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu schließen ist. Bis Kriegsende übernimmt Freund Welz - ein Gründungsmitglied - als Vorstand den Verein. An der Front fallen zwei der größten Idealisten des Vereins, wieder entsteht eine Lücke in der Vereinsgeschichte und ihrer Mitgliederschaft. Um den Verfall der Vereinsanlage zu verhindern, wird auch 1944 an ihrer Erhaltung gearbeitet.
Nach Kriegsende wird erst am 18. Mai 1947 von J. Hiller eine Mitgliederversammlung in der Gaststätte "Brendle" einberufen. Freund Hiller stellt vor den Mitgliedern fest, dass die Vereinsanlage durch den unheilvollen Krieg schwer zerstört wurde. Das Vereinsheim ist beschädigt, 4 Bombentreffer haben die Anlage getroffen, der See ist zum Teil verschüttet und viel wurde gestohlen. Trotzdem ist man sich einig, dieses schöne Fleckchen Erde soll wieder hergerichtet werden. Auf den neuen Vorstand E. Nickel wartet sehr viel Arbeit. So wird Ende der 40er-Jahre bis zur Mitte der 50er-Jahre viel für den Wiederaufbau getan. Bereits am 28. Mai 1950 können wir unsere Vereinsanlage wiedereröffnen. In den Aquarien tummeln sich wieder Warmwasserfische, in kleinen Terrarien zeigen wir verschiedene Frosch- und Molcharten und im Freilandterrarium zählen Eidechsen und Schildkröten zu den Bewohnern.
Am 11. Januar 1953 übernimmt der heutige Bezirksvorsitzende Walter Zahn das Amt des Vereinsvorsitzenden der Stuttgarter Zierfischfreunde. Unter seiner Leitung nimmt der Verein einen neuen großen Aufschwung und die Ära Zahn kann als eine besonders erfolgreiche bezeichnet werden. 1959 tritt Walter Zahn zurück und Freund Galgenmaier leitet den Verein bis Ende 1962. Ihm folgt 1963 Robert Baier als 1. Vorsitzender. Wie schon seine Vorgänger, setzt auch er sich stark für den Verein ein, und mit Hilfe der Mitglieder gelingt der weitere Ausbau der Gesamtanlage während seiner mehrjährigen Vorstandschaft.
Ihm folgen nacheinander die Vorstände Jürgen Offermann, Werner Schmid und Herbert Bayer, die alle bemüht waren, dem Verein zu dienen. Probleme gab es in all' den Jahr genug und - wie in jedem Verein - auch viele Missverständnisse. Trotz allem wurde immer am obersten Grundsatz festgehalten: der Liebe zu unserem gemeinsamen Hobby.
Gerade als unser schönes Vereinsheim mit seiner großen Ausstellung wieder einmal attraktiv hergerichtet war, ereignete sich ein besonderer Tiefschlag für die Stuttgarter Zierfischfreunde. In den Morgenstunden des Gründonnerstages 1979 brannte das Haus mit all' unseren Tieren nieder. Durch die üble Brandstiftung eines Diebes wurde alles zerstört, was in Jahrzehnten geschaffen wurde. Über 1 Jahr dauerten die Verhandlungen mit den zuständigen Behörden, die erst jetzt vor dem Abschluss stehen. So fällt auf den jetzigen Vorstand Karl-Heinz Vater und seine Mitstreiter kein leichtes Amt bei totalen Neubeginn. Wir alle, Freunde und Mitglieder, wünschen ihm alles Gute und hoffen, dass zum Wohle unseres nun 50jährigen Jubilares alles wohl gelingen möge.
Jens-V. Moeller
Ihr 1. Vorsitzender wurde der Photograph Karl Oberländer, der es verstand, den Verein zu seiner ersten großen Blüte zu führen. Durch seine Sachkenntnis und durch seine Lichtbilder begeisterte er seine Vereinsfreunde und sorgte so für regen Besuch der Vereinsabende. Schon bald wollte man aus der Enge der Gaststätte, in der man sich traf, heraus - heraus in die Natur. So wurde von der Stadt Stuttgart ein Grundstück gepachtet und mit dem Bau einer kleinen Hütte begonnen. Die Vereinsfreunde von damals schufen mit der Zeit aus der ehemaligen "Wüste" ein kleines Paradies. Hinter der Fettschmelze entstand eine Naturoase, die sich sehen lassen konnte. Langsam wuchsen Bäume und Büsche heran, und die Tierwelt zog ein. Auf seinen sonntäglichen Spaziergängen zog es sogar den Stuttgarter Fabrikanten Robert Bosch oft hier her. Ihm verdankt der Verein eine Spende, mit deren Hilfe der weitere Ausbau vorangehen konnte.
Obwohl die Zeiten politisch und wirtschaftlich nicht zum Besten standen, ließen es sich die Zierfischfreunde nicht nehmen, mit dem Bau eines Vereinsheimes zu beginnen.
Wir schreiben das Jahr 1937, der Grundstein für ein Haus wird gelegt, und mit viel Arbeit verbunden steht schon bald ein schmuckes Heim. Mit einer großen Aquarien- und Terrarienschau wird das neue Haus 1938 eröffnet. Zum ersten Mal zeigen wir auch Zierfische in beheizten Becken.
Mit dem Ausbruch des 2. Weltkrieges ziehen auch dunkle Wolken für die Zierfischfreunde auf. Trotz schwieriger Zeiten wird die Anlage aufrecht erhalten.
Überraschend stirbt im Oktober 1940 der "Motor des Vereins", der 1. Vorsitzende Karl Oberländer. Bis auf wenige Monate, in denen Freund Löchner als Vorstand tätig war, hat Karl Oberländer unermüdlich für unseren Verein gearbeitet. Er hinterlässt eine Lücke, die nur schwer zu schließen ist. Bis Kriegsende übernimmt Freund Welz - ein Gründungsmitglied - als Vorstand den Verein. An der Front fallen zwei der größten Idealisten des Vereins, wieder entsteht eine Lücke in der Vereinsgeschichte und ihrer Mitgliederschaft. Um den Verfall der Vereinsanlage zu verhindern, wird auch 1944 an ihrer Erhaltung gearbeitet.
Nach Kriegsende wird erst am 18. Mai 1947 von J. Hiller eine Mitgliederversammlung in der Gaststätte "Brendle" einberufen. Freund Hiller stellt vor den Mitgliedern fest, dass die Vereinsanlage durch den unheilvollen Krieg schwer zerstört wurde. Das Vereinsheim ist beschädigt, 4 Bombentreffer haben die Anlage getroffen, der See ist zum Teil verschüttet und viel wurde gestohlen. Trotzdem ist man sich einig, dieses schöne Fleckchen Erde soll wieder hergerichtet werden. Auf den neuen Vorstand E. Nickel wartet sehr viel Arbeit. So wird Ende der 40er-Jahre bis zur Mitte der 50er-Jahre viel für den Wiederaufbau getan. Bereits am 28. Mai 1950 können wir unsere Vereinsanlage wiedereröffnen. In den Aquarien tummeln sich wieder Warmwasserfische, in kleinen Terrarien zeigen wir verschiedene Frosch- und Molcharten und im Freilandterrarium zählen Eidechsen und Schildkröten zu den Bewohnern.
Am 11. Januar 1953 übernimmt der heutige Bezirksvorsitzende Walter Zahn das Amt des Vereinsvorsitzenden der Stuttgarter Zierfischfreunde. Unter seiner Leitung nimmt der Verein einen neuen großen Aufschwung und die Ära Zahn kann als eine besonders erfolgreiche bezeichnet werden. 1959 tritt Walter Zahn zurück und Freund Galgenmaier leitet den Verein bis Ende 1962. Ihm folgt 1963 Robert Baier als 1. Vorsitzender. Wie schon seine Vorgänger, setzt auch er sich stark für den Verein ein, und mit Hilfe der Mitglieder gelingt der weitere Ausbau der Gesamtanlage während seiner mehrjährigen Vorstandschaft.
Ihm folgen nacheinander die Vorstände Jürgen Offermann, Werner Schmid und Herbert Bayer, die alle bemüht waren, dem Verein zu dienen. Probleme gab es in all' den Jahr genug und - wie in jedem Verein - auch viele Missverständnisse. Trotz allem wurde immer am obersten Grundsatz festgehalten: der Liebe zu unserem gemeinsamen Hobby.
Gerade als unser schönes Vereinsheim mit seiner großen Ausstellung wieder einmal attraktiv hergerichtet war, ereignete sich ein besonderer Tiefschlag für die Stuttgarter Zierfischfreunde. In den Morgenstunden des Gründonnerstages 1979 brannte das Haus mit all' unseren Tieren nieder. Durch die üble Brandstiftung eines Diebes wurde alles zerstört, was in Jahrzehnten geschaffen wurde. Über 1 Jahr dauerten die Verhandlungen mit den zuständigen Behörden, die erst jetzt vor dem Abschluss stehen. So fällt auf den jetzigen Vorstand Karl-Heinz Vater und seine Mitstreiter kein leichtes Amt bei totalen Neubeginn. Wir alle, Freunde und Mitglieder, wünschen ihm alles Gute und hoffen, dass zum Wohle unseres nun 50jährigen Jubilares alles wohl gelingen möge.
Jens-V. Moeller


